Jahresausflug der Weinzierlbruderschaft Achdorf-Berg 2014 nach Beilstein und Oberstenfeld

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„Gute Freunde und guter Wein, sollen deine Begleiter sein!“- Der Jahresausflug der Weinzierlbruderschaft Achdorf-Berg 2014

 

„Gute Freunde und guter Wein, sollen deine Begleiter sein!“ Frei nach dieser Lebensweisheit der Essayistin Assa Aba gestaltete die Weinzierbruderschaft Achdorf-Berg ihren diesjährigen Ausflug ins schwäbische Weinanbaugebiet 2 . So brachen am Samstag, den 04.10.2014, insgesamt 16 Vereinsmitglieder nach Würtemberg auf, um dort ihre Kenntnisse im Weinanbau, aber auch im Genuss des Rebensafts zu kultivieren. Mittags erreichte man die Burg Hohenbeilstein, wo man sich dem auf ökologischen Anbau basierenden Weingarten des Weingutes Hohnbeilsten widmete.1 Mithilfe eines Weinlehrpfads und zahlreicher praktischer Beispiele im Mauerweinberg selbst wurde den Weinzierln das komplexe Zusammenspiel des Ökosystems Weinberg deutlich. Beeindruckend war hier vor allem die artenreiche Insektenwelt, deren Schändlinge wie auch Nützlinge den Teilnehmern durch Abklopfen der Weinstöcke konkret gezeigt wurde. Man erhielt auch zahlreiche Anregungen für die Errichtung eines eigenen Schauweingartens, den man auch bald in der niederbayerischen Heimatstadt anlegen möchte. Doch auch die Weiterverarbeitung interessierte die Fahrtteilnehmer sehr, sodass man nun den in vollem Betrieb stehenden Weinkeller der Familie Dippon besichtigte. Hier konnte man -von der Herstellung der Maische bis hin zur Reifung- die verschiedenen Entstehungsphasen des Rebensafts auf anschauliche Weise nachvollziehen. Nach diesen den Anbau sowie die Produktion 4betreffenden Erkenntniserweiterung wendete man sich nun der anderen Seite zu, indem man  zur Weinverkostung schritt. Unter der fachkundigen Erklärung des Weinerlebnisführers Herrn Schopfer konnten die Teilnehmer verschiedene Weinsorten genießen. In guter Stimmung brach man anschließend nach Oberstenfeld auf, wo man nach einem gemeinsamen Abendessen das Nachtquartier aufschlug. Am nächsten Tag fuhren die Weinzierl dann nach Schwäbisch Hall. Dort wurde ihnen bei einer Stadtbesichtigung die Bedeutung des Weins für die Entwicklung der Region nochmals verdeutlicht, da dieser deren Wohlstand im Mittelalter, aber auch in der Neuzeit maßgeblich3 begründete. Die beeindruckende historische Altstadt mit ihrem Marktplatz sind auch heute noch ein Sinnbild für diesen Reichtum. Die Besichtigung bildete dann das Ende des Ausflugs und man brach am Nachmittag zur Heimreise nach Landshut auf.


Bericht von der jährlichen Kellerversammlung im Zollhaus am 09. Juni 2014

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Bericht von der jährlichen Kellerversammlung im Zollhaus am 09. Juni 2014

Vorsitzender N. Krieger konnte insgesamt 32 Mitglieder begrüßen. Nach der Vorstellung der Tagesordnung wurde der Verstorbenen der Bruderschaft während des letzten Jahres gedacht. Insgesamt haben sich die Mitglieder der Bruderschaft im letzten Jahr um 14 auf 122 erhöht.

Krieger berichtete von: drei Vorstandssitzungen, drei Treffen der Hobbywinzer, der Teilnahme an den Vereinskreissitzungen in Achdorf und am Hofberg, dem Aufbau der Internetseite, zwei Gedenkgottesdiensten, dem Ausflug zum Nepal-Pavillon und zum Baierwein-Museum Bach an der Donau Ende Sept. 2013,  der Teilnahme am Faschingsball der Hofberger Vereine, den monatlichen  Stammtischen und der noch bevorstehenden Fronleichnamsprozession am So. 22.06.2014.

Er bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für die intensive und konstruktive Mitarbeit. Auch einige Mitglieder wurden erwähnt für ihre besonderen Unterstützungsleistungen während des letzten Jahres.

Nach dem Kassenbericht wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Für  das nächste Jahr hat sich die Versammlung einiges vorgenommen:

  • Die bestehende Satzung soll modernisiert und den neuen Gegebenheiten angepasst werden – einige Mitglieder erklären sich bereit, bei der Weiterentwicklung mitzuwirken.
  • Ein Ausflug der Bruderschaft wird veranstaltet ins schwäbische Anbaugebiet südöstlich Heidenheim bei Beilstein am Samstag und Sonntag den 04. und 05. Okt. 2014 (Weinlehrpfad Beilstein mit Besichtigung von Weinberg und Keller des Weingutes Hohenbeilstein, Gelegenheit zum Weinkauf, Besuch einer Besenwirtschaft, Rückfahrt mit Stadtrundgang in Schwäbisch Hall). Interessenten zahlen   pro Person bis 20.06.2014 50,–€ auf das Konto der Weinzierlbruderschaft mit Betreff „ Ausflug 2014“, Fahrt mit dem Bus oder Privat-PKWs.
  • Die erfolgreichen Workshops Rebschnitt und Laubarbeit werden 2015 fortgesetzt.
  • Die Fahne der Weinzierlbruderschaft geht mit beim Gründungsfest des Pfarrverbandes Achdorf/Kumhausen am 12.07.2014, 09:30 Uhr, St. Margaret.
  • Die Gespräche mit der Stadt Landshut, Stadtgartenamt, zum Thema „Schauweingarten“ werden weitergeführt.
  • Ein internes Weinfest nur für die Bruderschaft  könnte Mitte bis Ende September im Zollhaus stattfinden. Weiteres klärt der Vorstand.
  • Unsere Patronatsfigur des Hl. Urban  könnte mit einer Patronatsstange versehen werden. Ein Mitglied der Bruderschaft bietet eine solche antike Stange an. Mit einer Restauratorin soll eine Wiederherstellung besprochen werden.
  • Die Stammtische im Zollhaus (jeden dritten Montag eines ungeraden Monats) und beim Ochsenwirt (jeden dritten Mittwoch eines geraden Monats) werden fortgesetzt.
  • Die nächste Versammlung findet am Pfingstmontag, 25. Mai 2015, 14:00 Uhr, im Zollhaus statt.

Ausflug zum Baierweinmuseum am 29. Sept. 2013

Das Baierweinmuseum in Bach an der Donau ist für alle Weinbau-Begeisterten eine ganz wichtige  Informationsquelle: welche Trauben wurden seit wann,  wie und in welcher Ausbreitung im Süden Bayerns zu Wein verarbeitet  –  und natürlich, was wird derzeit im sechs Hektar großen Weinbaugebiet angebaut und vermarktet.

Einer der Mitinitiatoren des Museums hat uns geführt und uns geschichtliche, weinbauliche  sowie kellertechnische „Geheimnisse“ verraten. Alle teilnehmenden Mitglieder unserer Bruderschaft und  auch andere mitgereiste Weininterressierte waren begeistert von den vielen Informationen und Details.

Zunächst fuhren wir nach Wiesent und besuchten dort den Nepal-Himalaya-Pavillon sowie den 6,5 Hektar großen und mit 3.500 exotischen Pflanzen aus Nepal bepflanzten und von Nepali gepflegten Park. Besonders interessanrt war der Pavillon, in dem beide Weltanschauungen des Landes  – der Hinduismus und der Buddismus – zusammengeführt werden. An der Erstellung und Errichtung des bei der Expo 2000 in Hannover erstmals ausgestellten Pavillons waren ca. 300 nepalesische Handwerker beteiligt.

Unsere Führung  im Baierweinmuseum in Bach begann im vom Museumsverein errichteten Neubau. Darin wird die Geschichte des Baierweins seit der Römerzeit bis in die Gegenwart sehr anschaulich dargestellt. Für uns Landshuter besonders interessant war eine Abbildung eines von Maximilian I in Auftrag gegebenen,  von Peter Candit entworfenen und in der Münchner Residenz befindlichen Gobbelins. Darauf ist die Weinlese Anfang des 16. Jahrhunderts auf dem Klausenberg dargestellt. Im Hintergrund sind die Burg Trausnitz und der Martinsturm abgebildert. Landshuter Wein war im späten Mittelalter eine bekannte Marke! Bei der weiteren Führung durchs alte Biethaus (Presse) konnten wir die älteste bayerische Baumpresse  und andere Handwerkszeuge bewundern, die noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts verwendet wurden. Die Besichtigung des Schauweinbergs bracht neue Erkenntnisse zu alten Rebsorten wie dem Elbling, dem Weißen Honigler oder dem Blauen Köllner, die in den umliegenden verwilderten Donauleiten gefunden wurden und heute im Weinbau natürlich keine Bedeutung  mehr haben. Dafür waren aber andere moderne Sorten wie Müller-Thurgau, Silvanerer, Kerner, Regent, Domina oder Spätburgunder für die Hobbywinzer unter uns von Interesse.

Abschließend versammelten wir uns noch zum Fachsimpenl bei Baierwein und einer Brotzeite im „Blauen Haus“ in Kruckenberg.



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